venerdì 15 luglio 2011

19060612

KOSMOGONIE Sechzehnter Vortrag, Paris, 12. Juni 1906


#G094-1979-SE105 - Kosmogonie
#TI
KOSMOGONIE
Sechzehnter Vortrag, Paris, 12. Juni 1906
#TX 20110715 16:24
In einer vorhergehenden Stunde sind wir in der menschlichen Evo­lution zurückgegangen bis zur Geschlechtertrennung. Dieser Punkt der Entwickelung ist das Ergebnis einer langen kosmischen Vorberei­tung. Nach der Nacht, welche die alte Mondentwickelung von der Erdenentwickelung schied, erschien die Erde zunächst gemischt aus den Kräften der heutigen Sonne und des heutigen Mondes. Sie bilde­ten einen einzigen Körper, der sich nach und nach differenzierte und die drei Körper, die wir heute kennen, aus sich gebar. Die Trennung in die Geschlechter ist das Ergebnis der Teilung in die Monden- und in die Erdenkräfte. Die weibllchen Reproduktionskräfte sind unter dem Einfluß des Mondes geblieben. Der Mond bleibt gebunden an dasjenige, was auf der Erde beim Menschen und bei den Tieren das Fortpflanzungsleben regelt. So enthüllen uns die Kenntnisse, die uns der Okkultismus verschafft, welche Wirkenskräfte im Planetensystem im Spiele sind.
Als die Sonne noch mit der Erde und mit dem Mond verbunden war, gab es weder Pflanzen noch Tiere noch Menschen im eigentlichen Sinn des Wortes. Einzig das Pflanzenreich existierte, jedoch in einer ganz anderen Art als heute. Es hat eine besondere Beziehung zu den Sonnenkräften bewahrt, entsprechend der Beziehung des Tieres zum Monde und des Menschen zur Erde. Solange die Sonne mit der Mond-Erde verbunden war, richteten die Pflanzen ihre Blüten hin zum Mit­telpunkt des Planeten. Als sie sich entfernte, orientierten sie sich nach ihr und richteten ihre Blüten zu ihr hin. Wir haben gesehen, daß die Pflanzen eine dem Menschen entgegengesetzte Haltung ein­nehmen, indem sie sich zwar, wie er selbst, vertikal aufrichten, aber in umgekehrter Richtung, während das Tier sich in der Mitte zwi­schen der Orientierung des Menschen und derjenigen der Pflanzen befindet: Seine Wirbelsäule verläuft horizontal. In dem Maße, als sich die drei Himmelskörper trennten, haben die drei Naturreiche auf der Erde die Verhaltensweise angenommen, die wir kennen: das Pflan­zenreich zur Zeit der Sonnentrennung, das Tierreich zur Zeit der Mondentrennung.
#SE094-106 16:28
In der ursprünglichen Zusammensetzung der Kräfte war im Keim alles enthalten, was in der Folgezeit in physi­schem Aspekt zutage trat. Man stelle sich eine Substanz vor, die bis zu einem hohen Hitzegrad gebracht und dann erkältet ist; man sieht dann, wie alle Elemente, die sie enthielt, Form annehmen.
Zur Zeit des alten Mondes finden wir gleichfalls die Sonnenkräfte, die in einer bestimmten Epoche in einem außerhalb dieses Mondes befindlichen Gestirn konzentriert sind. Der Mond drehte sich um diese alte Sonne, und zwar so, daß er ihr immer die gleiche Seite zuwandte. Die Mondrotation um die Erde ist eine Fortsetzung dieser Bewegung, wie sie einstmals um die alte Sonne vollführt wurde. Diese beiden Gestirne verbanden sich am Anfang und am Ende dieser kosmischen Periode auf dieselbe Weise wie sich die Erde, der Mond und die Sonne am Anfang der Erdperiode miteinander verbanden und sich am Ende wiederum vereinigen werden. Niemals hätte die Wirksam­keit dieser beiden alten Gestirne in der Evolution zutage treten kön­nen, wenn sie nicht nach der Trennung ihre Kräfte umgeschmolzen hätten. Was der Mond entwickelt hat, während er außerhalb der Sonne war, das sind die Kräfte, die es erlaubten, daß später ein drit­ter Körper erschien. Denn während dieser Trennung konnte der Mensch dasjenige in sich entwickeln, was dazu führen sollte, daß er physische Gestalt annahm und auf Erden ein Gegenstandsbewußt­sein, das Wachbewußtsein, auszubilden vermochte.
Die Periode, die dieser Mondentwickelung vorausging, heißt die Sonnenentwickelung. Bis zu diesem Punkt der Entwickelung gibt es nämlich ausschließlich reines Sonnenleben. Die Geheimwissenschaft sieht in der Sonne einen Fixstern, der vormals ein Planet war, ebenso wie sie in der Erde einen Planeten sieht, der dazu bestimmt ist, künftig die Sonne eines Weltsystems zu werden. Während der Son­nenentwickelung hat der Mensch nur ein Bewußtsein ähnlich dem traumlosen Schlaf.
Der Sonnenperiode ging noch ein anderer Zustand voraus; die Sonne selbst war noch kein Planet. Der Mensch kannte hier nur ein tiefes Trance- oder tiefes Schlafbewußtsein. Er war noch nicht das Lichtgeschöpf, das er auf der alten Sonne werden sollte. Er vibrierte
#SE094-107 16:34
einfach als ein Ton in der reinen Harmonie dieser Saturnperiode, mit der im übrigen der heutige Saturn nichts zu tun hat.
Nach unserer Erdperiode mit dem wachen physischen Bewußtsein wird ein fünfter Zustand anbrechen, ein imaginatives Astralbewußt-sein, im Verlauf einer Entwickelung, die man die Jupiterentwickelung nennt. Dann wird die Venusentwickelung folgen, in der bewußt wer­den wird, was heute der unbewußte Tiefschlaf ist. Endlich folgt die Vulkanentwickelung, die dem höchsten Bewußtseinszustand ent­spricht, den ein Eingeweihter erreichen kann.
Aber die Beziehungen der Erde und der Planeten hören damit nicht auf. Unsere gegenwärtige Erdepoche läßt sich in zwei Abschnitte teilen. Im ersten hat sich herausgebildet, was bewirkt, daß unser Blut rot ist. Was ist es, das uns dieses rote Blut gegeben hat? -Zur Zeit der Trennung, die sich zwischen der Erde und der Sonne vollzog, wurde der aus leichtflüssigen Substanzen bestehende Weltkörper von den gleichfalls flüssigen Strömungen des Planeten Mars durchzogen. Vor diesem Durchgang des Mars existierte keine Spur von Eisen auf der Erde. Das Eisen wurde das Resultat dieses Durch­gangs. Alle Substanzen, die Eisen enthalten, wie unser Blut, unter­liegen dem Einfluß des Mars. Mars hat die Substanz der Erde ge­färbt, und sein Einfluß hat das Erscheinen des roten Blutes ermög­licht. Aus diesem Grunde nennt man die erste Hälfte der Erdent­wickelung die Marsentwickelung.
Das Eisen war zu jener Zeit eine flüssige Substanz. Erst in der Folgezeit sind die Metalle hart geworden. Das einzige Metall, das sich noch nicht verfestigt hat, ist das Quecksilber. Wird es fest sein, so wird die Seele des Menschen unabhängig vom physischen Körper ge­worden sein und die astrale Imagination wird zum Bewußtsein wer­den können. Dieses Geschehen ist gebunden an die Kräfte des Mer-kur, welche die zweite Erdperiode beeinflussen, in dem Maße, als sie sich verdichten und verfestigen. Die Erde ist Mars und Merkur zu-gleich. Das haben die Eingeweihten in die Sprache einfließen lassen, indem sie die Tage der Woche mit den Namen der Planeten bezeich­neten, die zu unserer Evolution gehören: Mars und Merkur haben ihren Platz zwischen Mond und Jupiter.
#SE094-108 16:54
Das Erdinnere. Die physikalische Wissenschaft kennt lediglich erst die Erdrinde, die mineralische Schicht, die im Grunde nur eine dünne Haut auf der Oberfläche der Erde ist. In Wirklichkeit ist die Erde zusammengesetzt aus einer Folge konzentrischer Schichten, die wir jetzt beschreiben wollen.
Erstens: Die mineralische Schicht enthält die Metalle, deren Sub­stanz sich im physischen Körper von alledem befindet, was auf der Oberfläche lebt. Diese Schicht, die gleichsam eine Haut um das le­bende Wesen Erde bildet, hat nur eine Stärke von einigen Meilen.
Zweitens: Die zweite Schicht versteht man nur, wenn man sich durchringt zu der Idee einer Materie, die derjenigen, die wir kennen, entgegengesetzt ist. Es ist ein negatives Leben, der Gegensatz zum Leben. Alles Leben erstirbt hier. Eine Pflanze, ein Tier, das man da hinein versenkte, würde unmittelbar vernichtet werden, aufgelöst in der Masse. Diese zweite halbflüssige Umhüllung, welche die Erde umgibt, ist in Wahrheit ein Todesbezirk.
Drittens: Die dritte Schicht ist ein Bezirk umgekehrten Bewußt­seins. Jedes Leid erscheint hier als eine Freude, jede Freude als ein Leid. Ihre Substanz, aus Dämpfen bestehend, verhält sich hinsichtlich unserer Gefühle in der gleichen negativen Art wie die zweite Schicht hinsichtlich des Lebens.
Streichen wir diese drei Schichten in Gedanken, so finden wir die Erde wieder in dem Zustand, in dem sie war, bevor der Mond sich von ihr trennte. Kann man sich durch Konzentration bis zu einer be­wußten astralen Vision erheben, so sieht man diese zwei Schichten in Tätigkeit: die Zerstörung allen Lebens auf der zweiten, die Um-wandlung der Gefühle auf der dritten Schicht.
Viertens: Der vierte Kreis heißt Wasser-Erde, Seelen-Erde, Form-Erde. Er besitzt eine bemerkenswerte Eigentümlichkeit. Man stelle sich einen Würfel vor, der seiner Substanz nach umgekehrt erschiene:
da, wo diese Substanz war, wäre nichts; der durch den Würfel ein­genommene Raum wäre leer, aber um ihn herum wäre diese Substanz, die substantielle Form. Daher kommt dieser Name Form-Erde. Hier ist dieser Wirbel von Formen, anstatt eine negative Leere zu sein, eine positive Substanz.
#SE094-109 17:00
Fünftens: Diese Schicht heißt Erde der Wachstums kräfte. Sie ent­hält die Ursprungsquelle des irdischen Lebens, eine Substanz knos­pender, reichlich sich vermehrender Energien.
Sechstens: Die sechste Schicht ist die Feuer-Erde, eine Substanz, die aus purem Willen besteht, Element des Lebens, der Bewegung, ohne Unterlaß durchzogen von Impulsen, von Leidenschaften, ein wahrhaftes Reservoir von Willenskräften. Würde man einen Druck auf diese Schicht ausüben, so würde sie Widerstand leisten und sich verteidigen.
Sieht man in Gedanken von diesen drei neuen Schichten ab, so kommt man zu dem Zustand, in dem die Weltkugel sich befand, als Sonne, Mond und Erde zusammen noch einen Körper bildeten. Die folgenden Kreise sind nur der bewußten Beobachtung nicht nur des traumlosen Schlafes, sondern sogar des Tiefschlafs oder der Trance zugänglich.
Siebentens: Dieser Kreis ist der Spiegel der Erde. Ähnlich einem Prisma zerlegt er jedes Ding, das sich darin spiegelt, und läßt das Gegenbild dazu erscheinen. Sieht man durch einen Smaragd, erscheint er rot.
Achtens: In diesem Kreise erscheint alles zerstückelt und bis ins Unendliche wiedererzeugt. Nimmt man eine Pflanze oder einen Kri­stall und konzentriert sich auf diesen Kreis, so erscheint darin Pflanze und Kristall ins Unendliche vervielfacht.
Neuntens: Diese letzte Schicht besteht aus einer mit moralischer Aktivität ausgestatteten Substanz, aber ihre Moralität ist entgegen­gesetzt derjenigen, die sich auf der Erde enifalten muß. Denn ihr Wesen, die mit ihr verbundene Gewalt, das ist: die Trennung, die Zwietracht und der Haß. Hier in der Danteschen Hölle befindet sich Kain, der Brudermörder. Diese Substanz ist entgegengesetzt allem, was unter Menschen gut und schön ist. Die Bemühung der Mensch­heit zur Verbreitung der Brüderlichkeit auf der Erde vermindert in entsprechendem Maße die Macht dieser Sphäre. Es ist die Macht der Liebe, die in dem Grade, wie sie sich vergeistigen wird, sogar den Leib der Erde umbilden wird. Diese neunte Schicht ist der substantielle Ursprung von dem, was auf der Erde als schwarze
#SE094-110 17:10
Magie erscheint, das heißt als Magie, die auf den Egoismus begrün­det ist.
Alle diese Schichten sind miteinander verbunden durch Strahlen, die den Mittelpunkt der Erde mit ihrer Oberfläche verbinden. In der äußeren Schicht, im Schoß der festen Erde, finden sich in ziemlich großer Zahl gewisse unterirdische Räume, die mit der sechsten Schicht, der Feuer-Erde, in Verbindung stehen. Dieses Element der Feuer-Erde steht in enger Verwandtschaft mit dem menschlichen Willen. Sie ist es, die jene entsetzlichen Eruptionen hervorgebracht hat, die der lemurischen Epoche ein Ende bereitet haben. Die Kräfte, die den menschlichen Willen speisen, gingen zu dieser Zeit durch eine Krise, welche die Entfesselung jener Feuergewalt herausforderte, in welcher der lemurische Kontinent unterging. Im Laufe der Ent­wickelung senkte sich diese sechste Schicht immer mehr gegen den Erdmittelpunkt, und aus diesem Grunde wurden die vulkanischen Eruptionen weniger zahlreich. Aber sie finden immer noch statt unter der Einwirkung des menschlichen Willens, der magnetisch auf die Erdschicht wirkt und sie in Unordnung bringt, wenn er schlecht und irregeleitet ist. Gereinigt vom Egoismus kann der menschliche Wille im Gegenteil dieses Feuer besänftigen. Insbesondere die materialisti­schen Epochen sind begleitet und gefolgt von Erdkatastrophen, Erd­beben und so weiter. Eine stärkere Befolgung der fortschreitenden Entwickelung ist die einzige Alchimie, die nach und nach den Orga­nismus und die Seele der Erde verwandeln könnte.
Folgendes Beispiel zeigt die Relation zwischen dem menschlichen Willen und den Erdbewegungen: Bei den Menschen, die infolge von Erdbeben oder vulkanischen Eruptionen starben, kann man im Laufe ihrer folgenden Inkarnation ganz andere Eigenschaften beobachten. Sie bringen bei ihrer Geburt große spirituelle Veranlagungen mit, denn sie sind durch ihren Tod in Beziehung getreten zu einem Ele­ment, das ihnen das wahre Gesicht der Dinge und das Illusionäre eines bloß materiellen Lebens gezeigt hat.
Man hat auch eine Beziehung beobachtet zwischen bestimmten Ge­burten und den Erdbeben- und Vulkankatastrophen. In Katastrophen-zeiten inkarnieren sich gerne materialistische Seelen, die sich sympathisch
#SE094-111 17:30
angezogen fühlen durch die vulkanischen Phänomene wie durch die konvulsivischen Bewegungen der böswilligen Erdseele. Und ihrerseits können diese Geburten neue Katastrophen herbeiführen. Denn umgekehrt haben die schlimmen Seelen einen erregenden Ein­fluß auf das Erdfeuer. Die Entwickelung unseres Planeten ist eng ver­bunden mit der Entwickelung der menschlichen Kräfte und der Zivi­lisationen.
2005 parole

Nessun commento:

Posta un commento