domenica 30 ottobre 2011

19060425

WELCHES SIND DIE GRÜNDE DAFÜR, DASS ES HEUTE EINE THEOSOPHISCHE BEWEGUNG GIBT? Leipzig, 25. April 1906

Vor Mitgliedern - GA 97 Das Christliche Mysterium (A)

#G097-1968-SE273 - Das Christliche Mysterium
#TI
WELCHES SIND DIE GRÜNDE DAFÜR, DASS ES HEUTE
EINE THEOSOPHISCHE BEWEGUNG GIBT?
Leipzig, 25. April 1906
#TX
20111030 15:30
Es ist keine Zufälligkeit, daß es eine theosophische Bewegung gibt. Sie hängt mit der ganzen Entwickelung des 19. Jahrhunderts zusammen, mit der Ausbreitung des Materialismus, die in den vierziger Jahren - ungefähr, auch etwas vor und nachher - ausschlaggebend wurde. Schon in den vorangegangenen letzten vier Jahrhunderten bereitete sich der Materialismus vor. Um das zu verstehen, muß man sich einmal bis in
das 5. und 6. Jahrhundert zurückversetzen. Man macht sich eine ganz falsche Vorstellung von den geistigen Zuständen damaliger Zeiten. Es ist der größte Irrtum, anzunehmen, daß der Mensch damals so dachte wie heute. Zum Beispiel von den Sternen hatte man noch im 13., 14. und 15. Jahrhundert eine ganz andere Vorstellung. Jetzt sieht der Mensch auf ihnen nur Materielles. Im Mittel­alter sah man in jedem Stern einen Geist. Nicht nur für den Ungelehrten, sondern auch für den Gebildeten war der Stern der Ausdruck für einen Geist. So war der ganze Himmelsraum vergeistigt. Das ist ein großer Unterschied, ob man im Universum nur Körper oder auch Geistiges vermutet. Der damalige Mensch fühlte sich ganz geborgen in einem geistigen Weltenraum. Wir brauchen uns aber nicht nach dieser mittelalterlichen Anschauung zurückzusehnen.
Kopernikus eroberte den Weltenraum für eine materialistische Anschauung. Die Erforschung der physischen Welt stieg auf den Höhepunkt leiden und andere entdeckten die Zelle. Eisenbahnen und all dergleichen förderten mächtig den Materialismus. Da fragten sich die großen Führer der Menschheit:
Was tun? Auf welche Weise ist es den Menschen beizubringen, daß geistiges Leben vorhanden ist? -Es war nur Sinn für das Materielle vorhanden. Man sagte: Gibt es Geist, so soll er sich auch als Geist beweisen. - So wurde denn tatsächhch ein Versuch unternommen durch den hereinbrechenden Spiritismus. Da von den Eingeweihten immer Belehrung in der den Menschen verständlichen Weise versucht wird, wurde angestrebt, Manifestationen, Offenbarungen aus der jenseitigen Welt hervorzubringen.
#SE097-274
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Wir müssen nun zunächst einmal das Schicksal des Menschen nach dem Tode betrachten. Wenn der Mensch schläft, sind
physischer Leib und Ätherleib vereinigt, der Astralleib schwebt über dem physischen Leib. Wenn der Mensch stirbt, trennt sich nicht nur der Astralleib vom physischen Leib, sondern Astralleib und Ätherleib gehen zusammen fort, der physische Körper bleibt zurück. Astralleib und Ätherleib bleiben noch kurze Zeit vereint, es findet eine zwei bis drei Tage dauernde Lebensrückschau statt. Dann trennen auch sie sich, der Ätherleib löst sich als Lebenskraft in der allgemeinen Lebenskraft auf, und der Astralleib kommt in den Zustand, den man Kamaloka nennt. Er ist entkörpert, hat aber noch die Gewohnheiten und Neigungen des physischen Leibes. Hier ein verdeutlichender Fall: Der Feinschmecker hat noch seine Gelüste. Das ist eine seelische Eigenschaft, eine Begierde. Den Gaumen hat er nicht mehr, aber die Gaumenbegierde bleibt ihm als brennendes Durstgefühl. Im Kamaloka findet die Abgewöhnung statt, denn die Begierde verzehrt sich schließlich, und dann wird auch der Astralleib abgelegt, soweit er Träger der Begierden ist.
Nun gibt es eine Möglichkeit, solche abgelegte Astralleichname zu galvanisieren, sie hereinzurufen in die sinnliche Welt. Hierzu stellt ein Medium seinen Ätherleib zur Verfügung. Mit dessen Hilfe kommen sogenannte Materialisationen zustande. Das war die Methode, der materialistischen Menschheit zu zeigen, was übrigbleibt nach dem Tode, und die Eingeweihten hatten gehofft, dadurch die Menschen zu überzeugen.
Zwei Mißstände aber zeigten sich. Erstens wurden diejenigen, die durch den Spiritismus überzeugt wurden,
nicht moralisch besser mit dieser Auffassung, blieben also ohne sittliche Hebung. Zweitens aber erwies sich diese Art von Anschauung oder Überzeugung sogar als ungünstig - nach dem Tod. Denn solchen, die sie hatten, wurde der Zustand im Kamaloka nicht leichter, sondern schwerer. Zu allem übrigen brachten sie nämlich noch das Verlangen mit, alles Geistige materiell durch die Sinne befriedigt zu sehen, weil eine jede derartige Anschauung als Kamaloka-Eigenschaft auftritt. Es war eine drückende Schwere, die sich bleiern auf die Toten legte. Das war der Grund, daß
#SE097-275
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die Eingeweihten sich sagten: So geht es nicht weiter. Also irrten sich die Eingeweihten - wird man hier einwenden. Aber auch Eingeweihte müssen ihre Erfahrungen sammeln und erproben. Da beschloß man ziemlich einstimmig in der großen Gemeinschaft der Okkultisten, nachdem sich dieses äußere Mittel nicht bewährt hatte, einen andern Weg einzuschlagen, einen inneren, den theosophischen Weg. Was will dieser? Er will dasjenige, was im Menschen selbst als Geist lebt, kennenlernen. Dieser Geist ist das Ziel. Nun kann man den Geist nur kennenlernen, wenn man sich unbefangen hingibt. Man muß das Gemeinsame der Menschheit verstehen.
Als Parallelerscheinung des Materialismus hatte sich der Egoismus entwickelt. Hier nur ein Beispiel: Bei allgemeinen Reiseunternehmungen gibt es eine besondere Bedingung zur Teilnahme: Alle religiösen Fragen sind als Gesprächsgegenstand ausgeschlossen. - Man fürchtet den Egoismus der Meinungen, denn
wo sieben Menschen beisammen sind, kann man sieben Meinungen finden. Man stellt also die Meinungen über die allgemeine Menschenliebe. Da aber fängt Brüderschaft erst an, wo Menschenliebe über den Meinungen steht.
Dazu ist die Theosophle da, in dem Ausgleich der Meinungen die eine Wahrheit zu suchen. Die Menschen müssen wieder
tolerant werden, nicht nur bis in die Persönlichkeit, sondern bis in die Individualität hinein. Tolerant heißt nicht nur duldsam sein, andere gewähren lassen, sondern heißt hier, sich offen machen, ihre Eigenart zu verstehen. Theosophie soll also kein Dogma sein, sondern Äußerung der Liebe. Man muß den Menschenbrüdern helfen, also die Liebe über die Meinungen stellen, und das bringt den einheitlichen Geist in die Menschenentwickelung. Das ist das Praktische, was in der theosophischen Bewegung herausgebildet werden soll.

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19060421

DAS INNERE DER ERDE München, 21. April 1906

Vor Mitgliedern - GA 97 Das Christliche Mysterium (A)

#G097-1968-SE267 - Das Christliche Mysterium
#TI
DAS INNERE DER ERDE
München, 21. April 1906
#T X
20111030 13:18
Es ist sehr naheliegend, daß der Schüler der Geisteswissenschaft unter dem Eindruck jener gewaltigen Naturereignisse, des Ausbruchs des Vesuvs und des Erdbebens in Amerika, die Frage nach dem Zusammenhang einerseits mit dem kosmischen Entwickelungsprozeß, andererseits mit dem menschlichen Karma aufwirft. Und in der Tat ist es ungeheuer interessant, diese jüngsten Ereignisse vom Standpunkt des Okkultismus zu untersuchen und zu erklären. Um dies zu können, ist es erforderlich, daß der Okkultist nicht nur im gewöhnlichen Sinne hellseherisch geschult ist, sondern es ist notwendig, daß er die Einweihung des zweiten Grades durchgemacht hat. Es ist in Okkultistenkreisen eine bekannte Tatsache, daß dieses Innere der Erde sich dem Blick des gewöhnlichen Hellsehers entzieht. Verhältnismäßig leicht ist es, astral, devachanisch heliseherisch bewußt zu sein. Aber um das Innere der Erde erforschen zu können, ist eine andere Art von Einweihung erforderlich.
Zunächst lassen Sie mich darauf hinweisen, daß es dem heutigen Menschen nur geglückt ist, bis zu einer ganz geringen Tiefe in die äußerste Schale der Erde einzudringen. Kaum hat er die Tiefe von zweitausend Metern erreicht. Alles andere, was darunter folgt, entzieht sich seinem Erkenntnisvermögen. Und wirklich würde er aufs höchste überrascht oder sogar verwirrt sein, wenn es ihm gelänge, über die tiefer liegenden Schlehten unserer Erde nähere Erfahrungen zu machen. Es würde ihn verwirren darum, weil er Dinge fände, die den unsrigen auf der Erdoberfläche nur ganz entfernt ähnelten. Für die meisten wurden ihm die Worte fehlen, denn in der Tat sind die Zustände der Materie in der Erde gänzlich verschieden von den uns hier oben bekannten. Höchst erstaunt würde er sein, wenn er sähe, daß dasjenige Metall, das unserem Silber entspricht, dort unten flüssig wie Quecksilber ist. Ebenso ist es mit den andern Metallen und Mine­ralien.
Die Erde zerfällt nun in sieben verschiedene Schichten, und die Erforschung dieser sieben Schichten entspricht stufenweise den sieben
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13:20
verschiedenen Graden der christlichen Einweihung. Sie lauten:

erstens Fußwaschung,

zweitens Geißelung,

drittens Dornenkrönung,

viertens Kreuztragung,

fünftens Kreuzigung,

sechstens mystischer Tod,

siebentens Auferstehung.
Demnach würde ein Mensch, der die erste Einweihung bestanden hätte, fähig sein, die äußerste Schicht hellseherisch zur Erforschung der zweiten zu durchschreiten und so weiter fort.
Die Erde zerfällt also zunächst in sieben Schichten. Die äußerste, auf der wir leben, wird in der Sprache der Eingeweihten
die mineralische Erde genannt. Diese und die folgenden Bezeichnungen stammen von einer großen Okkultistenschule. Dieselben Benennungen hatten die mittelalterlichen Mystiker, Rosenkreuzer und so weiter.
Diese mineralische Erde enthält alle uns bekannten Mineralien. Ihre Schicht ist verhältnismäßig äußerst dünn und zart. Die vulkanischen Eruptionen legen für ihre Durchdringbarkeit von tieferliegenden Schichten Zeugnis ab.
Auf diese mineralische Erde folgt die sogenannte
weiche Erde. Sie heißt darum so, weil der Verhärtungsprozeß in ihr noch nicht so weit wie in der mineralischen vorgeschritten ist. Ferner zeigt sie eine höchst bemerkenswerte Eigenschaft. Sie besitzt eine Art Empfindung. Rührt man sie an, so äußert sie Symptome von Empfindung wie das dumpfe Bewußtseinsempfinden von gewissen Pflanzenarten.
Die nächstfolgende Schicht wird
die Dampferde genannt. Wie der Dampf in einem Wasserkessel erzeugt wird, so zeigt diese Schicht eine willensartige Äußerung. Eine ungeheure Expansionskraft ist ihr eigen, und nur mit Mühe gelingt es der mineralischen Schicht, sie fest zu umschließen.
Die vierte Schicht wird die Form- oder auch Wassererde genannt. An ihr ist bemerkenswert, daß sie alle Formen, welche wir auf der mineralischen Schicht haben, im Negativ besitzt. Ein Bergkristall zum Beispiel würde in ihr die Form eines Gipsabgusses hier oben haben.
Die fünfte Schicht wird die Fruchterde genannt. Könnte sie ins Freie gelangen, so würden wir an so einem Stück Fruchterde die Beobachtung machen, wie fortwährend Formen auf Formen aus ihr
#SE097-269
13:24
entständen und wieder vergingen. Sie besitzt gleichsam Seele, die Fähigkeiten einer nach Gestaltung ringenden Seele.
Als sechste Schicht folgt die Feuererde, eine sehr bemerkenswerte Schicht, wie wir noch weiter sehen werden. Sie hat die Fähigkeit, sozusagen Lust und Leid zu empfinden, und befindet sich in einem ähnlichen Zustand wie der Mensch, der zwischen «himmelhoch jauchrend» und «zu Tode betrübt» schwankt. Die Leidenschaften der Menschen üben auf sie einen ungeheuren Einfluß aus, so daß mit Zunahme menschlicher Leidenschaften auch ihre Unruhe wächst.
Die siebente Schicht heißt der Erdenspiegel, eben darum, weil sich in dieser Region alle Dinge widerspiegeln, die hier auf der äußersten Schicht passieren. Nur muß man sich den Verlauf ein wenig anders vorstellen. Alles, was hier passiv ist, ist dort aktiv, und umgekehrt. Schlüge man demnach hier auf ein Metall, so daß es tönte, so gäbe das Metall dort unten von selbst einen Ton von sich.
Auf diese sieben Schichten folgen nun noch zwei weitere, die sehr eigenartiger Natur sind.
Die achte Schicht wurde von der Schule des Pythagoras die Sphäre der Zahlen genannt, und zwar wegen einer Eigentümlichkeit, die wir gleich kennenlernen werden. Unsere okkulten Schulen nennen sie den Zersplitterer. Würde man nämlich gegen dieselbe etwa eine Blume halten, also so, daß wir versuchten, gleichsam durch die Blume hindurch die Schicht zu betrachten, so würden wir dieselbe unendlich oft vervielfältigt sehen. Würde man dagegen dieses Experiment mit einem Stein versuchen, so würde keine Vervielfältigung eintreten. Nur lebende Naturformen oder mit künstlerischem Sinn Geschaffenes ist hierzu geeignet. Diese Region nun ist der Sitz alles Unharmonischen, aller Unmoral, alles Unfriedens. Alles strebt dort auseinander. Sie ist das Gegenteil von Liebe. Gelingt es einem Schwarzmagier, bis zu ihr vorzudringen - und es steht dies im Bereich seiner Kräfte -, so wird das Böse in ihm noch gewaltig verstärkt. Auf diese Sphäre nun hat die jeweilige Moral der Menschen einen ungeheuren Einfluß. Wenn es den Menschen immer mehr gelingt, die Unmoral zu beseitigen und die Moral an ihre Stelle treten zu lassen, so wird sich auch diese Zone immer mehr und mehr zur
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Ruhe begeben. Dann findet auch ihrerseits wieder eine Rückwirkung auf die Gesinnungen der Menschen statt.
Die neunte und letzte Schicht ist sozusagen der Wohnsitz des Planetengeistes. Sie zeigt zwei eigentumliche Erscheinungen. Man könnte sie mit einem Menschen vergleichen, denn sie besitzt ein Organ, das einem Gehirn ähnelt. Ein anderes Organ gleicht einem Herzen. Auch der Planetengeist ist Veränderungen unterworfen, die mit der Entwickelung der Menschen in engem Zusammenhange stehen.
Wir kehren nun zu der Feuererde zurück. Wie erwähnt, zeigt sie die Eigenschaft des Lust- und Leidempfindens, und die Leidenschaften der lebenden Menschen üben auf sie einen gewaltigen Einfluß aus, so daß sie zu Zeiten, wo die Menschen große Leidenschaften entwickeln, in eine um so größere Unruhe und Aufregung gerät. Infolgedessen übt sie einen noch stärkeren Druck auf die über ihr liegende Fruchterde aus. Und von dieser Schicht führen in der Tat verzweigte Kanäle nach allen oberhalb liegenden Schichten. In der mineralischen Erde befinden sich nun, allerdings in beträchtlicher Tiefe, große Höhlungen. In diese führen die von der Fruchterde kommenden Kanäle und pressen in sie hinein gewaltige Massen, die nun ihrerseits entweder Erdbeben verursachen oder in dem Schacht eines Vulkans sich ihren Ausweg suchen. Und diesen Ursachen sind auch die jüngsten Katastrophen zuzuschreiben.
Die Lemurier, also die dritte große Wurzelrasse, lebten noch auf der weichen Erde. Der Verhärtungsprozeß war oben bei der äußersten Kruste damals noch nicht so weit vorgeschritten, und es gab nur ganz wenige härtere Gebiete, die gleichsam wie Inseln auf dieser weichen Schicht schwammen. Als letzte Überbleibsel und Zeugnisse von der weichen Erde haben wir die vielen kleinen Inseln im Stillen Ozean zu betrachten, die plötzlich über der Meeresoberfläche auftauchen und nach einiger Zeit wieder versinken. Die Lemurier nun, die gewaltige Leidenschaften entwickelten, übten, je weiter sie in ihrer Entwickelung fortschritten und ihren Lastern frönten, einen derartigen Einfluß auf die Feuererde aus, daß diese sozusagen rebellisch wurde, mit ungeheurer Kraft an die Oberfläche gelangte und die Rasse vernichtete.
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Wir sehen also, daß die Lemurier ihren Untergang sich selbst zuzuschreiben haben. Für den Okkultisten gibt dies Anlaß zu der Betrachtung, daß, wenn er an seiner eigenen Vervollkommnung arbeitet, er nicht nur den Entwickelungsprozeß seiner Epoche beschleunigt, sondern auch auf den Werdegang der Erde erheblich einwirken kann. Es muß sich für ihn hieraus ein Verantwortungsgefühl in zweifacher Richtung ergeben und ihn zum weiteren Arbeiten an sich selber an-spornen.
Wenden wir uns nun noch der Betrachtung zweier höchst wichtiger okkulter Tatsachen zu, die mit diesen Naturereignissen in Zusammenhang stehen. Einmal führen wir uns das Karma derjenigen vor Augen, die bei diesen Katastrophen umgekommen sind. Freilich ist es verständlich, wenn der Mensch sich über das ungeheure Karma wundert, das bei dieser Gelegenheit über so unzählige Menschen hereinbricht.
Aber lassen Sie mich sagen, wie man okkult beobachtet hat, daß alle diejenigen Seelen, die bei einer solchen Katastrophe zu Tode ge­kommen sind, in der nächsten Inkarnation die besten Spiritualisten werden. Der gewaltsame Tod, den sie jetzt fanden, war gleichsam der letzte Schock, um die Fesseln des Materialismus für sie endgültig abzustreifen.
Und die andere Beobachtung, die man okkult angestellt hat, ist die, daß alle diejenigen, welche um die Zeit solcher Ausbrüche geboren werden, im Leben Materialisten werden. Es ist dies ganz erklärlich. In der Zeit, wo sie mit aller Gewalt die Wiederverkörperung suchen, wirkt auf sie das beunruhigende Element der Feuererde ein und gibt ihnen materialistische Leidenschaften. Ob nun die Seele hier geboren wird, während zum Beispiel in Amerika der Ausbruch stattfindet, ist gleichgültig. Räurilliche Trennung bleibt in dieser Zone ohne Ursache. So sind viele Leser und Verfasser materialistischer Schriften um das Jahr
1822 geboren, damals, als der Vesuv nach langer Zeit wieder ausbrach. Einen Hinweis auf das spirituelle Mittelalter bildet die Tatsache, daß der Vesuv sechshundert Jahre lang ruhig geblieben ist. Seither folgen sich die Ausbrüche in kürzeren Abständen. Jetzt findet überhaupt eine beschleunigte Entwickelung statt. Der Zeitraum von Karl dem Großen bis zu Friedrich dem Großen entspricht
#SE097-272
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dem Zeitraum des 19. Jahrhunderts. Dies ist so zu verstehen, daß alle Ereignisse während des gekennzeichneten langen Zeitraumes in ihrer Zahl und Bedeutung hinsichtlich der Entwickelung dem Zeitraum von hundert Jahren entsprechen.
Wir werden uns in det Folgezeit noch schneller entwickeln.

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DIE KINDER DES LUZIFER DIE ABLÖSUNG DER BLUTSLIEBE DURCH DIE GEISTIGE LIEBE Düsseldorf, 4. April 1906

Vor Mitgliedern - GA 97 Das Christliche Mysterium (A)

#G097-1968-SE155 - Das Christliche Mysterium
#TI
DIE KINDER DES LUZIFER
DIE ABLÖSUNG DER BLUTSLIEBE
DURCH DIE GEISTIGE LIEBE
Düsseldorf, 4. April 1906
#TX
20111029 22:28 20111029 11:32
Wir können sagen, daß es auf der Erde zweierlei Arten von Menschen gibt. Zwei große geistige Strömungen sind in der Menschheit zu erkennen. Der Unterschied zwischen den beiden liegt darin: Die einen streben mehr dahin, alles im Lichte der Erkenntnis zu sehen, die andern möchten in einer gewissen Beziehung geführt werden. Gerade die Art der Aufnahme der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung zeigt, daß das Streben, nach hellem, klarem Licht zu suchen, nicht sehr verbreitet ist. Die Mehrzahl der Menschen ist noch nicht so weit, von allem etwas wissen zu wollen. Vielen ist eine Umnebelung recht und lieb, es geniert sie, wenn sie in irgendeiner Sache vollständige Klarheit bekommen sollen. Es muß aber alldem entsagt werden, was zu einer Umnebelung des Bewußtseins führen kann. Das gilt auch für die ganze Lebensführung. So muß der Mensch auch in Bezug auf seine Nahrung enthaltsam sein und alles vermeiden, was das Bewußtsein umdunkelt, wie es zum Beispiel beim Alkohol der Fall ist. Es gibt noch unzählige andere Dinge, die den Menschen von der Klarheit wegführen. Die Entsagung von diesen Dingen macht den Menschen auch praktischer im täglichen Leben. Auch Autoritätsglauben führt zu einer Umdunkelung. Nur anregen soll man sich lassen, aber nicht auf die Autorität bauen.
Was wir hier unter Klarheit zu verstehen haben, ist am wenigsten verbunden mit einer untergeordneten Art, die höheren Welten zu sehen. Eine solche untergeordnete Art ist in der Tat mit einer seelischen Umdammerung des Bewußtseins verbunden. Ein derartiger Zustand war in den früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte allgemein verbreitet. In der Zeit der Atlantier war das Bewußtsein des Menschen viel weniger klar als jetzt. Jetzt sind sogar die wildesten Völkerschaften weit hinausgerückt über den Bewußtseinszustand der Atlantier. Wenn wir immer weiter zurückgehen in der Menschheits-entwickelung, kommen wir immer mehr in Zustände, wo der Mensch
#SE097-156
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von innen heraus sieht, aber nicht mit dem Verstande begreift. Bei der atlantischen Rasse dämmert der Verstand zum ersten Male auf An der Stätte, die das heutige Irland einnimmt, lebten zu einer gewissen Zeit die Atlantier. Wenn dem Atlantier sich ein anderer Mensch näherte, so stiegen in ihm astrale Bilder auf Nachdenken konnte der Atlantier noch nicht. Erst wenn das Vorderhirn entwickelt ist, kann der Mensch zu sich
Ich sagen. In dem Teil der Atlantis, der an der Stelle des heutigen Irlands lag, fingen die Menschen zuerst an, das Ich-Bewußtsein auszubilden. Von dieser Stelle aus verbreiteten sich die Atlantier über Europa hin nach Asien. Die Menschenknochen, welche man im Neandertal gefunden hat, sind solche, welche von den Nachkommen der Atlantier herrühren, sie haben noch eine weit zurückliegende Stirn. Der Mensch lernte von der damaligen Zeit an ganz langsam, verstandesmäßig zu denken und das Ich-Bewußtsein auszubilden. In dem Moment, wo der Mensch hier auf der Erde sein mit dem Geiste befruchtetes Dasein anfing, war er schon weit über das Tier hinaus, konnte aber noch nicht sprechen und denken.
Damals waren göttliche Wesen da, die man
die Devas nennt, die keinen physischen Leib brauchten, die im Astralraum schwebten. Was sie durch einen physischen Leib erwerben konnten, hatten sie auf dem Monde durchgemacht. Es waren aber auch noch andere Wesenheiten da, die auf dem Monde ihre Evolution nicht beendet hatten, die damit nicht fertig geworden waren. Dies sind die luziferischen Wesenheiten, die gegenüber den Devas zurückgeblieben waren. Die Götter oder Devas lebten von dem auf der Erde, was eine Eigenschaft der Menschen geworden war, von der zweigeschiechtlichen Liebe. Die Liebe der Menschen ist die Luft oder auch die Nahrung, welche die Götter genießen. Man bezeichnete sie in der griechischen Mythologie als Nektar und Ambrosia.
Solange die Menschen noch somnambul waren, hatten die Scharen des Luzifer keine rechte Aufgabe in der Menschheit. Daß sie den Menschen so recht zu ihrem eigenen Kinde machten, das bildete sich erst in der fünften Wurzelrasse aus.
Menschliches Denken ist noch gar nicht so sehr alt. Was man uralte Weisheit nennt, war bei den
#SE097-157
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ältesten Völkern heimisch. Diese uralte Weisheit ist alte Priesterweisheit, die von innen heraus geoffenbart ist. Richtiges Erkennen ist aber erst
ein paar Jahrhunderte vor Christi Geburt entstanden, etwa um 600 vor Christus. Auch die Urteilskraft hat sich erst nachträglich in der Welt entwickelt.
Da kommen wir an ein wichtiges Mysterium mit einer Tatsache, die man bei alten Völkern findet. Nur wer hineinleuchten kann in die seelische Welt, ist imstande, diese Tatsache zu begreifen. Bei einem nordamerikanischen Indianerstamm findet man eigentümliche Benennungen für die Familienbeziehungen. Geschwisterkinder nannten sich bei den Irokesen «
Geschwister» - doch nur die Kinder von Brüdern, nicht die von Schwestern. Das ist noch ein Relikt aus der alten Atlantis. In dieser frühen Zeit der Menschheitsgeschichte war der Familienzusammenhang das einzig Geltende. Die Frau hatte mehrere Männer, und man konnte nicht bezeichnen, wer der Vater der Kinder war. Alle Völker hatten ursprünglich Vorfahren, welche nicht so sehr darauf gesehen haben, keine nahen Verwandten zu heiraten. Eine nahe Blutsverwandtschaft war keineswegs ein Hindernis für die Ehe. Man sagte, daß solche Kinder, die von am nächsten verwandten Eltern abstammten, am meisten erleuchtet waren: sie waren somnambul. Die weitere Evolution geht nun immer mehr und mehr dahin, daß sich solche Menschen verbinden, die nicht blutsverwandt sind. Es ist ein Gesetz, daß sich durch die Verbindung Fernerstehender der Ätherleib der Menschen herauslockert aus dem physischen Leib. Bei den blutsverwandten Ehen saß bei den Nachkommen der Ätherleib fest. Er wurde von innen heraus erleuchtet. Sie dachten noch mehr mit dem Sonnengeflecht, aber sie hatten nicht Urteilskraft. Diese wächst durch Fernehen und tritt in demselben Maße auf, wie die alten blutsverwandten Ehen zurückgehen. Es schwindet dann das alte somnambule Anschauen, und es tritt eine neue Art des Anschauens auf die Urteilskraft. Man bezeichnet diese neue Epoche mit dem Aufkommen des dionysischen Prinzips. Dionysos wird zerstückelt, nur das Herz wird gerettet. Als das Dionysische auftrat, wurden die Menschen zerstückelt und dann wieder aufs neue zusammengeführt durch das Herz, die seelische Verwandtschaft, die mit einer vollständigen Veränderung
#SE097-158
11:50
des sexuellen Lebens zusammenhängt. Der Verstand ist umgewandelte frühere Verwandtensexualität.
Die früheren Entwickelungszustände der Menschheit werden nun im einzelnen Menschenleben noch einmal in
Siebenjahresrhythmen wiederholt. Vom ersten bis siebenten Jahr tritt der Ätherleib des Kindes noch ganz zurück. Man soll daher vor dem siebenten Jahr noch nicht das Gedächtnis ausbilden, sondern nur die Sinne. Man kann dann auf die Sinne wirken, und die inneren Kräfte werden mit Hilfe der Sinne geweckt. Man soll diese Kräfte dadurch anregen, daß man den Kindern Spielzeuge gibt, bei denen die Phantasie tätig sein kann, etwa einen Holzklotz mit angemalten Punkten als Augen und so weiter, aber keine fertigen Puppen, bei denen das Kind gar nichts mehr durch seine Phantasie hinzufügen kann. Vom siebenten bis zum vierzehnten Jahr muß man bei den Kindern hauptsächlich feste Gewohn­heiten ausbilden, die ihnen dann im späteren Leben einen bestimmten Halt geben. In diesen Jahren muß alles Gedächtnismäßige an den Menschen herantreten. Daher ist es besser, wenn man in diesem Lebensabschnitt nicht auf die Urteilskraft wirkt. Das Kind soll dann Autorität um sich haben, aber nicht selbst Autorität sein. Man soll durch Erzählungen auf das Kind wirken, nicht Moral predigen, sondern hinweisen auf große Beispiele, auf Vorbilder. Für die Moral wurde es nötig sein, daß man dann in der alten pythagoreischen Form das Gefühl dafür ausbildet. Pythagoras sagte zu seinen Schülern: Du sollst nicht mit dem Schwerte ins Feuer schlagen -, ein Bild dafür, daß man nutzlose Dinge nicht tun soll. Ein anderes derartiges pythagoreisches Wort war: Du sollst auf deinem Wege nicht umkehren, ehe du ans Ende gekommen bist. - Erst nach der Geschlechtsreife soll der Mensch selbst urteilen lernen. Der Ätherkörper wird zu diesem Zeitpunkt gelockert, und der Astralkörper ist erst jetzt bereit, nach außen tätig zu sein.
Diese Entwickelung, die also heute der einzelne Mensch in
Sieben­jahresrhythmen durchmacht, hat die Menschheit als solche im Lauf ihrer großen Entwickelungsepochen absolviert. Ein Teil der untergeordneten Kräfte im Menschen wurde heraufgehoben zur Ausbildung der Urteilskraft. Da konnten erst die Scharen des Luzifer eingreifen.
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12:10
In dem selbständigen Urteil des Menschen äußert sich diese luziferische Kraft. In diesen Zeiten des Eingreifens des luziferischen Prinzips traten zum ersten Mal eigene menschliche Arbeiten auf Wenn man die alten Zeiten verfolgt, kann man sich sagen: Es hat sich damals nur das zusammengefunden, was eine Familie bildet. Die anstelle der Blutsverwandtschaft das rein Geistige setzen wollten, waren diejenigen, welche im Namen Luzifers arbeiteten. Die Kirche bildete sich als Fortsetzung der alten Priesterweisheit heraus. Daneben entstand aber die Strömung, die selbst nach Licht suchte, die luziferischen Menschen wie zum Beispiel die
Tempelritter. Sie sagten, man müsse sich selbst Licht und Wahrheit suchen. Es gab im Mittelalter eine Sekte, die dies verstand. Ihre Mitglieder nannten sich Luziferianer. Sie sagten: Wenn der Mensch noch so selig werden kann, aber ohne das Licht der Erkenntnis, so ist dies nicht unsere Sache - wir wollen uns zum Licht durchringen.
Dies sind die zwei Strömungen in der Menschheit. Die eine Strömung ist die, welche nur selig werden will, die andern wollen das Licht dabei. Die, welche vor der Erkenntnis Furcht haben, betrachten
Luzifer als den Bösen. Aber für die andern ist Luzifer der Lichtträger, der Lichtbringer. In einem Manuskript im Vatikan steht davon, aber es wird von der Kirche geheimgehalten und diese kirchliche Richtung warnt die Menschen vor Luzifer.
Dogmatik kann durchaus Wahrheit enthalten. So ist der pythagoreische Lehrsatz für den, der ihn nicht eingesehen hat, ein Dogma. Wenn er ihn aber versteht, so wird er für ihn helle, klare Erkenntnis. Die Dogmen sind als auf Autorität begründet hingestellt. Wenn man sie versteht, so werden sie auch klare Erkenntnis.
In der Zeit, da Paulus lebte, war das Christentum so, daß es zur allgemeinen Menschenliebe führen sollte. Aus einer Stammes- und Volksreligion sollte eine Weltreligion entstehen. An der Blutsgemeinschaft hängt der Offenbarungsglaube. Feste Gesetze werden gegeben von Moses.
Christus gibt nicht feste Gesetze, sondern anstelle des Gesetzes tritt die Gnade. Es ist das Aufleben des Innersten in der menschlichen Seele.
Eine absteigende Welle ist es, die in der Kirchenorganisation angestrebt
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12:30
wird, und eine aufsteigende Welle in dem Anstreben der Freiheit der Meinungen. Es gibt solche Bestrebungen in bestimmten Bruderschaften, so bei den
Tempelrittern, die nach dem Licht streben. Dies Geschlecht, das nach dem Lichte ringt, das sind die Kinder des Luzifer.
An den Zeitpunkt, als das Christentum anfängt, sich stramm zu organisieren, versetzte
Edouard Schuré das Drama « Die Kinder des Lucifer». Da ist eine kirchliche Strömung, und daneben die andere, das luziferische Prinzip. Die Kinder des Luzifer sind die Kinder des inneren Lichtes, nicht des Offenbarungsglaubens. Diese, die der Zukunft zustreben, müssen sich ingeniöser Weise verwandt fühlen. In unserer Zeit ist durch die geisteswissenschaftliche Bewegung das ausgesprochen worden, daß man durch eigenes Streben zum Licht kommen soll. Tiefinnerste Freiheit soll innerhalb der menschlichen Seele entwickelt werden.
Mit Absicht ist die theosophische Zeitschrift «
Lucifer» genannt worden. Sie hängt zusammen mit dem innersten Wesen der theosophischen Bewegung. Es sollte einmal dokumentiert werden, daß in bewußter Weise das luziferische Prinzip in die Welt hineingeworfen worden ist. Als die katholische Kirche das Dogma der Infallibilität aufstellte, trat als entgegenstrebender Pol die Betonung des luziferischen Prinzipes auf. Oder umgekehrt kann man sagen: Daß die Theosophie die geistige Freiheit proklamierte, das erzeugte als andern Pol das Dogma der Infallibilität, weil die Kirche sich nur dadurch retten konnte.

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sabato 29 ottobre 2011

19060330

LUZIFER UND CHRISTUS LUZIFER, DER TRÄGER DES LICHTES CHRISTUS, DER BRINGER DER LIEBE Düsseldorf, 30. März 1906

Vor Mitgliedern - GA 97 Das Christliche Mysterium (A)

#G097-1968-SE147 - Das Christliche Mysterium
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LUZIFER UND CHRISTUS
LUZIFER, DER TRÄGER DES LICHTES
CHRISTUS, DER BRINGER DER LIEBE
Düsseldorf, 30. März 1906
TX
20111028 22:46 e 20111029 16:46
Bei den verschiedenen Völkern ist in ihren Religionsbekerntnissen und Weltanschauungen ein Bewußtsein von zwei einander entgegenstrebenden Mächten vorhanden. Auch im Christentum finden wir dies. Das hängt ein wenig mit der Frage zusammen, die uns heute eingehend beschäftigen soll.
Tatsächlich gibt es Mächte, die weder als absolut gut noch als absolut böse bezeichnet werden können.
Was in einer gewissen Beziehung eine gute Macht ist, kann in anderer Beziehung eine böse Macht werden. Wir brauchen da nur an die Naturerscheinung des Feuers zu denken. Dem Feuer verdanken wir Unendliches. Mit der Erfindung des Feuers begann in der Natur und der Kultur eine neue Epoche. Aber auch schlimme Wirkungen hängen damit zusammen. Schön hat dies Schiller in dem «Lied von der Glocke» geschildert:

Wohltätig ist des Feuers Macht,

Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,

Und was er bildet, was er schafft,

Das dankt er dieser Himmelskraft,

Wenn sie der Fessel sich entrafft,

Einhertritt auf der eignen Spur,

Die freie Tochter der Natur.

.

Auf der einen Seite ist das Feuer die wohltätige Macht, auf der andern Seite die verderbenbringende.
Wer tiefer hiiaeinsieht in das Dasein, wird sich das Urteil ab­gewöhnen, daß etwas unter allen Umständen gut oder böse ist. Im Christentum wird die Schlange als Verführerin der Menschheit bezeichnet und Luzifer mit Abscheu genannt. Die Anschauung über das luziferische Prinzip hat sich allerdings geändert, aber
Goethe hat doch recht, wenn er die Weltanschauung des Durchschnitts der Menschen im Christentum so schildert:
#SE097-148
17:10
Natur und Geist - so spricht man nicht zu Christen.
Deshalb verbrennt man Atheisten,
Weil solche Reden höchst gefährlich sind.
Natur ist Sünde, Geist ist Teufel,
Sie hegen zwischen sich den Zweifel,
Ihr riißgestaket Zwitterkind.

Dies ist keine Anschauung des ursprünglichen Christentums, sondern später erst in das Christentum hineingekommen. Auch bei den christlichen Mystikern der ersten Jahrhunderte, bei den Gnostikern, ist die Schlange nicht ein Symbol für das Böse, sondern sogar
ein Symbol für die geistige Führung der Menschheit. Der Weise, der Führer, heißt «die Schlange». So wurde derjenige bezeichnet, welcher die Menschheit zur Erkenntnis führt. Die Schlange ist das Symbol des Luzifer.
An der Anderung der Faust-Sage kann man die Wandlung in der Auffassung des luziferischen Prinzips verfolgen. Faust war eine Gestalt des Mittelalters, halb Gaukler (
Scharlatan), halb schwarzer Magier, der allerlei Künste getrieben hat, aber allmählich für das Volk ein Typus geworden ist. Die Faust-Sage steht genau im Gegensatz zur Luther-Sage. Luther ist der Mann Gottes, der mit der Bibel in der Hand dem Bösen widersteht und ihm das Tintenfaß an den Kopf wirft. Faust dagegen legt die Bibel zunächst beiseite und wird ein Mediziner, der nach Weisheit sucht anstelle des bloßen Offenbarungsglaubens. Faust wird vom Teufel geholt und geht zugrunde. Bei Goethe ist es das Große, daß er den Faust gerettet werden läßt. Das ist eine völlige Wandlung, die sich in Bezug auf die Auffassung der Faust-Gestalt in den letzten Jahrhunderten vollzogen hat. Goethe hat das luziferische Prinzip dem Faust in Gestalt des Mephistopheles gegenübergestellt. Mephis bedeutet Lügner, Tophel Verderber, ein hebräischer Name, herübergekommen aus alten magischen Lehren. Faust ist der weiße Magier im Gegensatz zu Mephistopheles, der den Anfang der schwarzen Magie darstellt. Goethe läßt den Faust nicht dem Mephistopheles verfallen.
Der Name
Luzifer bedeutet: der Träger des Lichts. Lux heißt
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Licht, fero: ich trage. Das kann nicht das Prinzip des Bösen sein. Um dieses Prinzip wirklich zu verstehen, müssen wir uns zurückbegeben in sehr alte Zeiten. Will man das Prinzip des Luzifer verstehen, dann muß man das Gottesprinzip und Menschenprinzip so denken, wie es noch in der ersten Zeit des Christentums vorgestellt worden ist. Als der Mensch seine Heranbildung begann, gab es Wesen, die tiefer standen als der Mensch, und solche, die höher standen. Diese waren die Götter. Sie sind das auch erst nach einer langen Entwickelung geworden. Diese hohen Wesen haben nun nicht mehr nötig, dieselben Lehren aufzunehmen, die der Mensch aufzunehmen hat. Wir stellen uns vor, daß dem irdischen Dasein ein anderes planetarisches Dasein vorangegangen ist, daß sich dort die Götter entwickelten, die später schöpferische Mächte wurden Die Götter sind uns voraus. Sie haben sozusagen schon die Schule absolviert, die der Mensch jetzt durch-macht. Auf einer gewissen Stufe, als sie im Anfang der Evolution standen, waren auch die Götter noch Menschen. .
Man muß ins Auge fassen wie sich überhaupt die verschiedenen Stufen des Daseins zueinander verhalten, beginnend mit dem
Mineralreich, Pflanzen- und Tierreich Wenn wir das Mineralische anschauen, müssen wir uns fragen: Wie ist das eigentlich entstanden? Diese Frage führt auf eine tiefe okkulte Wahrheit. Man blicke die Steinkohle an. Sie ist heute Stein. Einige Millionen Jahre zurück in der Erdenevolution war das, womit wir heute unsere Öfen heizen, noch in einem schönen Farnwalde enthalten. Durch eine Erdkatastrophe wurden die Bäume verschüttet und machten dann den Prozeß durch, der sie nach und nach in Kohle verwandelte. Man kann bei der Steinkohle konstatieren, daß aus Lebendem Lebloses entstanden ist. Im Gesteinsreich gibt es Bestandteile, bei denen man das nicht so leicht feststellen kann, zum Beispiel den Diamanten und den Bergkristall. Auch diese gehörten einmal einem Lebensträger an. Wenn man weiter zurückginge, würde man ebenfalls Pflanzen finden, die später zu diesen andern Mineralien versteinert sind . Alles Tote ist aus einem einzigen Leben hervorgegangen. Würde alles Leben einmal versteinert werden, so würde die Erde ein starrer Körper. Unsere heutigen Pflanzen sind etwas, was das Leben herübergerettet hat aus einem früheren allgemeinen
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Leben. Ein Teil ist versteinert, aber ein Teil hat das Leben herübergerettet. Die alten Farnwäldet versteinern, ein neues Reich entsteht, darauf tritt neues Leben hervor. Eine alte Zeit war zuerst da, in der es nur Leben gab, dann eine neue Zeit, in der ein Teil versteinerte und daneben ein jüngeres Pflanzenreich entstand. Das Gesteinsreich tritt uns nicht chaotisch entgegen, sondern schön gegliedert. Es ist Weisheit darin. Das ganze Gerüst der Erde ist in Weisheit aufgebaut. Das Pflanzenreich hat das Leben hinübergenommen. Wir können aber das Leben selbst aus einem noch höheren Reiche ableiten. Wir können uns vorstellen, daß alles Lebendige aus einem noch höheren Reich hervorgegangen ist. Das ist das Reich der Liebe. Ein Urwesen muß dagewesen sein, das die Liebe in sich barg. Aus ihm gliederte sich ab das
Reich des Lebens, und vom Reich des Lebens das Reich der Weisheit. Von dem Reich der Liebe gliederte sich außerdem das jüngere Reich der Liebe ab, in dem die Wesen auf der Tierstufe stehen, in dem aber die Liebe schon zum Ausdruck kommt. Nun kommen wir zu etwas noch Höherem hinauf. Das Göttliche steht über all diesen Reichen. Aus dem Göttlichen haben sich die andern Reiche herausgebildet. Jetzt begreift man, wie im Anfang der planetarischen Evolution Mensch und Gott sich gegenüberstanden, sowie sich in den Naturreichen im Anfang Mineral und Pflanze gegenüberstanden.
Früher gab es ein Pflanzenreich, welches das Gesteinsreich nicht brauchte. Aber das jüngere Pflanzenreich braucht das Gesteinsreich. So brauchten auch die Götter am Anfang der Erdenevolution die Menschen. Ohne die Menschen hätten die Götter beim Anfang der Erdenevolution ebenso wenig gedeihen können wie die Pflanzen ohne die Steine. Man betrachte nun das
Tier- und das Pflanzenreich. Es besteht eine ganz bestimmte Beziehung zwischen beiden Reichen. Das Tier atmet Kohlensäure aus, die Pflanze Sauerstoff. Sie sind voneinander abhängig. Das niedere Pflanzenreich gibt in schöner Liebe das dem Tier zurück, was es braucht. Die Pflanze behält den Kohlenstoff für sich und gibt den Sauerstoff wieder zurück. So besteht fortwährend die wunderbare Wechselwirkung zwischen den niederen und den höheren Reichen. Eine solche Wechselwirkung besteht auch zwischen dem Pflanzen- und Mineralreich. Die Pflanze zieht fortwährend die
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Stoffe der Erde aus dem Mineralreich heraus und versetzt dadurch diese Stoffe in einen Lebensprozeß. So wirkt das höhere Reich auf das niedere Reich. Und so wirkte im Anfang der Erdenevolution auch
das Reich der Götter auf das Menschenreich. Anfangs war da eine Wechselwirkung wie zwischen Pflanze und Mineral und zwischen Tier und Pflanze. Die Wechselwirkung zwischen Göttern und Menschen kam anfangs in dem zum Ausdruck, was wir Liebe der Menschen unter­einander nennen. Als der Mensch anfangs auf der Erde auftrat, wurde er ein zweigeschlechtliches Wesen. Diese Kraft der Liebe, der Verwandtschaft untereinander, das ist das, wodurch das Göttliche sich im Anfang der Erdenevolution ausdrückt. Die Götter empfangen die in den Menschen pulsierende Liebe und leben von ihr, so wie das Tier von dem Sauerstoff lebt, den ihm die Pflanze zubereitet. Die im Menschengeschlecht lebende Liebe ist die Nahrung der Götter. Anfangs ist alles auf diese Liebe gebaut. Blutsverwandtschaft verbindet die Menschen. Stämme, Horden, Völkerschaften und so weiter gründen sich darauf Auf dieser Liebe, die sich um die zwei Geschlechter schlingt, beruht alle Macht der Götter im Anfang der Menschheitsevolution. Die Liebe war vorher da, bevor die Zweigeschlechtlichkeit entstand. Sie bestand vorher als eine vollständig bewußte Liebe. Jetzt, als der zweigeschlechtliche Mensch entstand, verdunkelte sich das Bewußtsein der Liebe. Es wurde daraus ein blinder Trieb, die Sinnlichkeit, die nicht erfüllt ist von heller Klarheit, sondern die sich nur als dunkler Trieb auslebt. Das Bewußtsein der Liebe war hinaufgestiegen zu den Göttern. Die Götter thronten nun oben im Bewußtsein der Liebe, die Menschen aber übten die Liebe in einem blinden Trieb. Die Götter nähren sich von diesem blinden Trieb der menschlichen Liebe, es wird daraus für sie das helle Licht.
Es gibt eine Möglichkeit des Hellsehens, wo alles sichtbar wird, was in dem Menschen als blinde Triebe lebt. Die Götter haben dieses Sehen im Anfang der Menschheitsevolution gehabt, die Menschen aber waren bar dieser Anlage. Sie wurden erfüllt von Leidenschaften, sie wurden durchflutet von dem, was die Geschlechter zueinander treibt. Die Götter lebten im astralen Licht. Sie sahen diese Triebe, sie lebten davon.
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Wie früher das jüngere Pflanzenreich zurückblieb und das Mineralreich zurückgestoßen hat, so ist aus einem alten Götterreich ein neues Götterreich und die Menschheit in ihrer jetzigen Verfassung entstanden. Es gibt nämlich auch solche Wesen, die nicht das volle Bewußtsein im astralen Licht erlangt hatten. Sie standen zwischen Göttern und Menschen mitten darin, als die Menschheit ihr Dasein auf der Erde begann. Diese Wesenheiten nennen wir die Scharen des Luzifer. Unter dem Einfluß der Götter, die durch ihre frühere Evolution ihre Vollendung erlangt hatten, wäre der Mensch ohne das Astrallicht geblieben, ohne Erkenntnis. Diese Götter hatten kein anderes Interesse, als daß der Mensch auf der Erde lebt Luzifer aber mußte das nachholen, was er früher versäumt hatte. Das konnte er jetzt nur, wenn er sich des Menschenwesens mit dazu bediente. Das sinnliche Dasein war im Menschenreich vorhanden. Luzifer hatte kein sinnliches Dasein. Er mußte die Leiber der Menschen benutzen, um sich selbst vorwärtszubringen. Daher mußte er dem Menschen die Gabe verleihen, das im Lichte zu schauen, was die Götter ihm eingepflanzt hatten. Die Götter hatten ihm die Liebe eingepflanzt, Luzifer mußte ihn verleiten, diese im Lichte zu schauen. Nun haben wir also den Menschen, die gestaltete Form, die Weisheit; ferner Luzifer, der der Menschheit Licht gibt; und den Gott, der den Menschen durchströmt mit Liebe.

Mensch - Weisheit
Luzifer - Licht
Gott - Liebe

Luzifer steht zu dem Menschen in einem viel intimeren Verhältnis als die in Liebe thronenden Götter.
Luzifer hat dem Menschen die Augen geöffnet. Indem der Mensch die Augen öffnet und hinausschaut in die Welt, schaut Luzifer innerhalb des Menschen in die Welt hinaus. Er vollendet im Menschen seine Entwickelung. Sofern der Mensch im Schoß der Götter ruhte, war er ein Kind Gottes. Sofern er nach Er-kenntnis strebte, war er ein Freund Luzifers. Das kommt in der Paradiesessage zum Ausdruck. Jehova gestaltet den Menschen. Er ist der Geist der Form. Er würde die Menschen so geschaffen haben, daß
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sie in Liebe lebten, ohne das Licht. Da kam Luzifer, die Schlange, und brachte dem Menschen das Licht der Erkenntnis und damit auch die Eventualität, das Böse zu tun. Jetzt sagt Jehova dem Menschen, daß
die Liebe, die sich mit der Erkenntnis des Luzifer verbunden hat, Schmerzen bringen werde. Die Taten dessen, der die Erkenntnis eingepflanzt hat, das Licht der Liebe, dämmt Jehova dadurch ein, daß er zu der Liebe die Schmerzen hinzugibt.
In Kain sehen wir den, der sich auflehnt gegen das, was durch die blutsgebundene Liebe geschaffen ist. Er durchschneidet die Verwandtschaftsbande. Er ist aber auch der Repräsentant der Selbständigkeit. Neben der passiven Liebe die aktive, lichte Erkenntnisarbeit. Die Liebe - eine Jehovagabe, die Erkenntnis - eine Gabe Luzifers.
Die Liebe muß geregelt werden. Die Organisation für die Familienbande ist das Gesetz von Sinai. Daneben steht die Erkenntnis, das Licht, das aus den Menschen selbst kommen soll, das den in ihm waltenden Lichtträger zum Ursprung hat. Auch das muß vertieft werden, es muß eine neue Phase erleben. Das kann nur dadurch geschehen, daß nicht bloß das Gesetz von außen her waltet. Das Gesetz wirkte von außen als ein Zwangsgesetz. Das, was Christus der Erde brachte, wirkt von innen. Es ist das zur Liebe heraufgeholte Licht, das Gesetz, das in der Seele selbst geboren wird, das Paulus die Gnade nennt. Das Gesetz, das aus der innersten Natur heraus wiedergeboren war, das war zugleich Liebe und Licht, und das hat den Anfang gegeben zu einer neuen Evolution auf der Erde. Paulus nennt den Christus den um­gekehrten Adam.
Beim Menschen wirkte über ihm der Gott der Liebe, in ihm selbst der Luzifer, das Licht.
Um zur Liebe zu gelangen, muß man erst Licht werden. Durch das Erscheinen des Christus Jesus ist dieses Licht zur Liebe verwandelt worden. Christus Jesus stellt die Hinaufhebung des Lichts zur Liebe dar.
Man sprach früher von Luzifer als dem andern Pol, welcher der Menschheit Licht gebracht hat. Zwei Mächte müssen auf der Erde wirken:
der Liebesträger Christus, der Lichtträger Luzifer. Für den Menschen sind Licht und Liebe die zwei Pole. Unter der Einwirkung dieser beiden polarisch auftretenden Kräfte lebt jetzt der Mensch. Die
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Götter, welche die Liebe impulsiert haben, waren einstmals Licht, das Licht ist berufen, wiederum Liebe zu werden. Das Licht kann mißbraucht werden und zum Bösen führen, aber es muß da sein, wenn der Mensch frei werden soll.
Die ersten Christen sahen in Luzifer etwas, was durchaus in der Menschennatur wirken sollte. Erst später änderte man die Anschauung darüber. Nur wer die Qualen des Zweifels durchgemacht hat, kann sich in der Erkenntnis befestigen. Die junge christliche Menschheit mußte noch vor dem Lichte behütet werden. Aber heute ist die Zeit gekommen, wo
der Bund zwischen Liebe und Weisheit neuerdings geschlossen werden soll. Er wird geschlossen, wenn das Wissen als Weisheit im Menschenherzen geboren wird durch die Liebe. Dieses Wissen, welches als Weisheit im Menschenherzen geboren wird, indem es zur Liebe heraufgehoben wird, das ist die Geisteswissenschaft.
Im Altertum ist das Gesetz da. Das Gesetz ist durch Christus zur Gnade geworden, indem das Gesetz aus der eigenen Menschenbrust herausgehoben wird. Nun soll das Wissen wieder zur Liebe heraufgehoben werden. Zu der äußeren Organisation des Christentums soll das innere Christentum hinzugefügt werden. Bisher hat das Christentum die Liebe nur in seinen Einrichtungen verwirklichen können. Aber jetzt müssen wir die Liebe bis in die tiefsten Tiefen der Menschenbrust tragen. Jetzt hat jeder noch die Eigenliebe für seine Meinung. Die Liebe steht erst über der Meinung, wenn man sich trotz der verschiedensten Meinungen vertragen kann. Die verschiedensten Meinungen nebeneinander - und darüber die Liebe. Dann wirkt die einzelne Meinung nicht allein, sondern alle zusammen wirken in einem großen Chor.